Oft engen uns einschränkenden Überzeugungen und Glaubenssätzen in unserem Verhalten ein. Das geschieht ganz unbewusst, denn diese alten Glaubenssätze sind in unserem Unterbewusstsein gespeichert.

 

Positive und negative Glaubenssätze

Überzeugungen oder Glaubenssätze bilden sich aufgrund unserer Erziehung, unserer Erfahrungen. Glaubenssätze helfen uns dabei, uns zu orientieren, sie beeinflussen unser Denken und Handeln und somit unsere Erfahrungen.

Es gibt positive Glaubenssätze, die uns unterstützen („Ich kann das“, „Ich bin ok so wie ich bin“).

Und ebenso gibt es leider Glaubenssätze und Überzeugungen, die uns und unser Verhalten hemmen, uns negativ beeinflussen („Ich schaff das nicht“, „Das klappt sowieso nicht“).

 

Wir bestätigen unsere ungesunden Überzeugungen

Einschränkende Glaubenssätze oder Überzeugungen, wie beispielsweise „Das schaff ich nicht“, „ich bin halt so“, „ich bin zu dick, zu dumm, zu schüchtern …“ führen dazu, dass wir unsere Komfortzone nicht verlassen. Das bedeutet, dass wir nichts dazu lernen können, wir kommen erst gar nicht in unsere Lernzone. Denn die beginnt dort, wo wir das gewohnte Terrain verlassen, etwas Neues ausprobieren. Dadurch, dass wir weiter so handeln, wie wir es durch unsere ungesunden Glaubenssätze gewohnt sind, bestätigen sich unsere Überzeugungen wieder und wieder, da wir immer dieselbe Erfahrung machen.

 

Seelische Blockaden

Denn jeder Gedanke löst ein Gefühl aus, jedes Gefühl führt zu einem bestimmten Verhalten. Und unser Verhalten wiederum beeinflusst unser Erleben und somit unsere Realität. (Könnte Dich auch interessieren: Denk Dich glücklich).

Habe ich also in meinem Unterbewusstsein abgespeichert, dass „ich nicht gut genug bin“, werde ich auch entsprechende Erfahrungen machen, die mir genau das bestätigen. Dadurch, dass diese negativen Überzeugungen auch wiederkehrende negative Gefühle (wie Angst, Wut, Sorge, Neid, Schuldgefühle, Scham) in mir auslösen und wir Ereignisse in unserem Leben bewerten, können bei erhöhtem inneren Stress sogar seelische Blockaden entstehen. Mit unseren Glaubenssätzen und Überzeugungen programmieren wir also unser Unterbewusstsein und somit unser Leben.

 

 

So schaffst Du es hindernde Überzeugungen aufzulösen:

 

  1. Ungesunde Glaubenssätze identifizieren:

Im ersten Schritt ist es wichtig zu identifizieren, welche Überzeugungen Dich einschränken:

  • In welchen Situationen kommst Du nicht weiter, bremst Du Dich selbst, verfällst Du immer wieder in gleiche alte Muster, machst immer wieder dieselben, vielleicht schmerzenden, Erfahrungen?

Stelle Dir diese Situationen vor, gehe in die Situation gedanklich hinein und frage Dich:

  • was denkst Du in diesem Moment von Dir selbst?
  • Welche Überzeugung hast Du über Dich, Deinen Körper, Dein Verhalten, Deine Gefühle, Deine Persönlichkeit?

Dann schreibe die Sätze auf, die in Dir aufkommen. Die Liste kann ruhig lang sein. Du erkennst die Glaubenssätze an allgemeinen Formulierungen wie „Es ist wichtig, dass …“, „Jeder sollte…“, „Ich bin zu…“, „Ich kann nicht…“, „Immer wenn…, dann…“, „Schon  immer…“,

 

  1. Kernüberzeugung identifizieren:

Um tieferliegende Glaubenssätze aufzuspüren, frage Dich bei jedem aufgeschriebenen Satz:

  • Auf welche tieferliegende Überzeugung könnte dieser Glaubenssatz beruhen? Was liegt darunter?

Und die wichtigste Frage, die Du Dir stellen solltest ist:

  • Wenn es eine Kernüberzeugung unter allen ungesunden Überzeugungen gäbe, welche wäre das?

 

  1. Dich von ungesunden Glaubenssätzen befreien:

Wenn Du Deine hemmenden Glaubenssätze und Überzeugungen entlarvt hast, gehe zu jedem Satz einzeln nach einander die folgenden Fragen (nach Robert Dilts) durch. Gerne kannst Du Dir die Antworten dazu aufschreiben, dann festigt sich alles noch besser.

Ziel ist es, dass Du die Nutzlosigkeit Deiner limitierenden Glaubenssätze verstehst. Natürlich ist es so, dass viele Überzeugungen einen bestimmten Sinn in der Vergangenheit für uns hatte, aber dies muss für heute nicht mehr wahr sein. Du hast die Erlaubnis dich heute von dem zu trennen, was Dir nicht mehr weiterhilft und Dich blockiert.

Also stelle zu jedem einzelnen Glaubenssatz die folgenden Fragen:

  • Wo und wie genau schränkt mich dieser Glaubenssatz ein?
  • Will ich diesen Glaubenssatz weiter glauben?
  • Bin ich sicher, dass dieser Glaubenssatz wahr ist?
  • Warum bin ich mir sicher, dass dieser Glaubenssatz wahr ist?
  • Gilt der Glaubenssatz in allen Fällen und ist wirklich immer so?
  • Woher weiß ich, dass der Glaubenssatz wahr ist?
  • Was wäre, wenn genau das Gegenteil wahr wäre?
  • Welche Beweise für das Gegenteil kenne ich schon?
  • Gibt es Menschen, die in der gleichen Situation andere Glaubenssätze haben? Haben diese damit mehr Erfolg?

Wenn Du diese Fragen für jeden Satz durchgegangen bist, konntest Du sicher einige Deiner limitierenden Überzeugungen auflösen. Nun gilt es positive, bestärkende Glaubenssätze zu finden und in Deinem Unterbewusstsein zu integrieren.

 

  1. Gesunde Glaubenssätze finden:

Um neue bestärkende Glaubenssätze zu finden, frage Dich:

  • Was möchtest Du gerne glauben?
  • Was wären Überzeugungen, die Dich positiv unterstützen würden?
  • Was müsstest Du glauben, um Dein Ziel, Deinen Wunsch, Deinem Traum zu erreichen?
  • Was würdest Du über Dich selbst glauben, wenn Du ganz mit Dir im Reinen wärst?

Schreibe auch diese Sätze auf.

Wenn Du alle neuen bestärkenden Überzeugungen aufgeschrieben hast, lese sie Dir selbst jeweils drei Mal laut vor.

Wiederhole die Sätze wie Affirmationen für Dich immer wieder, jeden Tag. Wiederholungen helfen dabei, die Sätze im Unterbewusstsein zu verankern.

Du kannst Dir den Zettel mit Deinen neuen Glaubenssätzen auch neben Dein Bett legen und vor dem Schlafengehen und nach dem Aufwachen lesen oder einen besonders schönen Satz an den Spiegel oder Kühlschrank hängen. Wichtig ist, dass Du die Sätze immer wieder liest und laut aussprichst. Du kannst hier auch gerne kreativ werden, wenn Du magst und Deine neuen bestärkenden Glaubenssätze z.B. in ein gemaltes Bild oder einer Collage integrieren. Lass Deiner Kreativität freien Lauf.

 

  1. Gesunde Glaubenssätze integrieren/Visualisierung:

Dann stelle Dir vor, wie Dein Leben verläuft, wenn Du diese Sätze wirklich glaubst und lebst.:

  • Was ist anders?
  • Was machst Du?
  • Wie stehst Du morgens auf?
  • Wie ist Dein Tagesablauf?
  • Woran erkennen Andere Deine positive Veränderung?
  • Wie fühlst Du Dich?

Je intensiver Du Dir vorstellt, wir es ist, mit diesen neuen bestärkenden Glaubenssätzen zu leben, desto besser integrieren sie sich und werden Teil Deines Unterbewusstseins. Es ist wie ein kleiner Samen, der gepflanzt wurde und nun stetig gegossen werden muss, damit er wächst und sich ausbreiten kann. Wichtig ist, dass Du auch fühlst, was anders ist, wenn Du die neuen Glaubenssätze denkst. Wie fühlt es sich an so zu leben? Nach einiger Zeit wirst Du Dir gar nicht mehr vorstellen können, dass Du mal anders gedacht hast.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Verwirklichen Deiner Träume mit Deinen neuen Dich bestärkenden Überzeugungen.

Wenn Du Unterstützung benötigst oder Deine Glaubenssätze in einem persönlichen Coaching gezielt transformieren möchtest, melde Dich gerne bei mir. Ich freue mich auf Dich!

 

 

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